Fragen & Antworten

  • Ein Localpool ist das lokale Stromnetz in einem Mehrparteienhaus oder Gebäudekomplex. Dort speist der Localpool Stromgeber seinen im Keller, Garten oder auf dem Dach produzierten Strom ein. Dieser fließt direkt zu den Steckdosen der Localpool Stromnehmer. Das öffentliche Netz wird nur noch für Reststrom benötigt, wenn vor Ort kein oder zu wenig Eigenstrom produziert wird.

  • Ökologisch

    Ein Localpool ist ökologisch sinnvoll, da der Eigenstrom umweltschonend entweder in einem hocheffizienten Blockheizkraftwerk (BHKW) oder aus Erneuerbaren Energien gewonnen wird.

    Zum anderen wird der Eigenstrom genau dort produziert, wo er gebraucht wird. Er fließt im lokalen Stromnetz direkt vom Generator der Stromerzeugungsanlage(n) zu den Steckdosen der Stromnehmer. Für diesen Strom muss das öffentliche Stromnetz nicht mehr genutzt werden. Das entlastet das bestehende Netz und hilft zukünftigen Netzausbau (inkl. „Stromautobahnen“) zu vermeiden.

    Ökonomisch

    Neben den ökologischen Vorteilen bietet ein Localpool auch ökonomische Vorteile. Allen voran die Tatsache, dass im Localpool produzierter Eigenstrom mit weniger Abgaben, Steuern und Umlagen belastet ist als Fremdstrom, der herkömmlicherweise zu den Parteien fließt.

    Darüber hinaus können die Stromzähler der lokalen Stromnehmer beim Netzbetreiber abgemeldet und von Localpool betrieben werden, was zusätzlich Kosten spart.

    Mehr zur Wirtschaftlichkeit hier.

    Sozial

    Neben den ökologischen und ökonomischen Vorteilen macht der Localpool noch etwas: Er verbindet Menschen über Energie. Zum einen Sie als Stromgeber mit den Stromnehmern in Ihrem Objekt. Zum anderen die Stromnehmer untereinander. Dadurch ensteht bei allen Beteiligten das Gefühl, gemeinsam aktiv an der Energiewende teilzunehmen.

  • Ein Localpool Stromgeber ist eine natürliche oder juristische Person, die in einem Mehrparteienhaus oder Gebäudekomplex ihren dort selbst produzierten Strom über das lokale Stromnetz direkt an ihre Mieter, Nachbarn oder Kunden verkauft.

    Grundsätzlich kann jeder Betreiber einer kleinen Stromerzeugungsanlage (z. B. eines Blockheizkraftwerks, einer Sonnenstrom-, Wind- oder Wasserkraftanlage bzw. einer Kombination dieser Anlagen) Localpool Stromgeber werden.

    Wichtig ist, dass die Stromerzeugungsanlage in dasselbe lokale Stromnetz (im Fachjargon „Kundenanlage“) einspeist, aus dem die Localpool Stromnehmer ihren Strom beziehen.

    • Prognose: Auf Basis einiger Grunddaten erstellen wir eine Prognose, aus der indikativ hervorgeht, ob sich ein Localpool in Ihrem Fall im Vergleich zu einer Volleinspeisung des selbst produzierten Stroms lohnt.
    • Stromvertrag: Wir stellen Ihnen einen juristisch geprüften Stromvertrag zur Verfügung, mit dem Sie zum Stromlieferanten für Ihre lokalen Stromnehmer werden.
    • Messkonzept: Wir erstellen das für Ihren Localpool optimale Messkonzept und verhandeln es mit dem örtlichen Netzbetreiber.
    • Localpool Preise: Als Localpool Stromgeber legen Sie den Bezugs- und Grundpreis für Ihre Stromnehmer fest. Wir beraten Sie dabei. Anschließend überwachen Sie die Strompreisentwicklung am Markt und passen nach Bedarf die Localpool Preise an. Auch dabei helfen wir Ihnen.
    • Akquise: Sie werben Stromnehmer für Ihren Localpool an. Wir unterstützen Sie dabei u. a. mit einem geprüften Stromvertragsformular, Informationsmaterial und auf Wunsch mit einer eigenen Internetseite auf localpool.de, auf der Ihr Localpool dargestellt ist.
    • Wechselprozesse: Wir erledigen sämtliche Wechselprozesse, vor allem die Ummeldung beim örtlichen Verteilnetzbetreiber sowie die Abmeldung der lokalen Stromzähler beim bisherigen Messstellenbetreiber.
    • Stromzähler: Wir besitzen und betreiben die Stromzähler in Ihrem Localpool und stellen insbesondere sicher, dass diese Zähler zu jedem Zeitpunkt den eichrechtlichen Vorschriften genügen.
    • Zählerstandserfassung: Sofern ausnahmsweise keine digitalen Stromzähler im Einsatz sind, lesen Sie am 31.12. jedes Jahres alle Zähler in Ihrem Localpool ab (Turnusablesung). Ebenso unterjährig bei einem Ein- oder Austritt eines Localpool Stromnehmers (Sonderablesung). Die Zählerstände übermitteln Sie an uns, damit wir die Abrechnungen erstellen und anschließend an Ihre Stromnehmer übermitteln können.
    • Abrechnung: Auf Grundlage von Turnus- und Sonderablesungen erstellen wir die Stromabrechnungen in Ihrem Namen und übermitteln diese an die Localpool Stromnehmer. Sie erhalten Abschrift.
    • EEG-Umlage: Wir berechnen für Sie die abzuführende EEG-Umlage und melden sie an den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber.
    • Postzustellung: Im Normalfall kommunizieren wir per E-Mail mit Ihren Localpool-Stromnehmern, wobei Sie auf „Cc“ stehen. Sollten einzelne Ihrer Localpool Stromnehmer (noch) nicht über einen E-Mail-Account verfügen, erhalten Sie sämtliche Korrespondenz per E-Mail und müssen sie an die betreffenden Personen quasi als „Postbote“ zustellen.
    • Abschlagsberechnung: Auf Grundlage der vergangenen Verbrauchsdaten jedes neuen Localpool Stromnehmers legen Sie die ersten Abschlagszahlungen fest. Wir unterstützen Sie dabei sowie auch bei späteren Änderungen der Abschlagszahlungen.
    • Buchhaltung: Sofern Sie noch keine führen, legen Sie eine Buchhaltung für den Localpool Stromverkauf an. Ihr Steuerberater weiß, wie so etwas geht. Damit wir die Stromabrechnungen der Localpool Stromnehmer erstellen können, teilen Sie uns die im Abrechnungszeitraum bereits gezahlten Abschläge mit, so dass diese mit dem Abrechnungsbetrag verrechnet werden können.
    • Lastschrifteinzug: Sie legen einen Lastschrifteinzug für alle Localpool Stromnehmer an. Damit werden die monatlichen Abschläge sowie ggf. Nachzahlungen aufgrund von Abrechnungen bei Ihren Localpool Stromnehmern eingezogen. Ihre Bank weiß, wie so etwas geht.
    • Mahnwesen/Inkasso: Sie überwachen die Zahlungseingänge Ihrer Localpool Stromnehmer. Bei säumigen Zahlern müssen Sie erinnern, mahnen und – als ultima ratio – auch kündigen. In diesem Fall steht Ihnen laut Stromvertrag ein Sonderkündigungsrecht zu. Im schlimmsten Fall kann es allerdings sein, dass Sie auf Forderungen sitzen bleiben.

     

  • Zum einen ein Stromvertrag zwischen Ihnen und jedem Ihrer Localpool Stromnehmer. Zum anderen ein Abwicklungsvertrag sowie ein Messvertrag zwischen Ihnen und uns.

    Je nach Localpool Konzept benötigen Sie einen Stromliefervertrag mit einem Anbieter Ihrer Wahl für die Belieferung Ihres Localpools mit Reststrom aus dem öffentlichen Netz.

    Weitere Informationen zu den Localpool Verträgen hier.

  • Als Stromgeber werden Sie zum Stromlieferanten für alle teilnehmenden Stromnehmer in Ihrem Localpool. 

    Für den Strom zahlen Ihnen die Localpool Stromnehmer einen Bezugspreis in Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh) und ggf. einen Grundpreis in Euro pro Monat (€/Monat).

    Sie legen fest, wie hoch Bezugs- und ggf. Grundpreis sein sollen, damit sich eine faire Verteilung der finanziellen Vorteile des Localpools ergibt.

    Unser Team berät Sie bei der Preisfindung und übernimmt anschließend die komplette Abrechnung des Localpools in Ihrem Namen gegenüber den Localpool Stromnehmern. Dazu gehört vor allem die Erstellung und Übermittlung der jährlichen Stromabrechnung.

  • Die Vergütung von Localpool.de wird je Localpool-interner Messstelle erhoben und teilt sich in eine einmalige und eine laufende Vergütung.

    Weitere Informationen hier.

    1. Sie übermitteln uns per Webformular die Localpool-relevanten Grunddaten als Grundlage für eine Prognose.
    2. Wir übersenden Ihnen daraufhin unverbindlich und unentgeltlich eine Prognose per E-Mail.
    3. Sie prüfen die Prognose und treffen eine Entscheidung, ob Sie einen Localpool starten möchten oder nicht. Falls nein, passiert nichts weiter und Sie müssen auch nichts bezahlen.
    4. Falls ja, übersenden wir Ihnen das notwendige Vertragspaket. Sie füllen den Abwicklungs- und Messvertrag aus, unterschreiben beide in zweifacher Ausführung und übersenden sie per Post an uns zuück. Wir unterschreiben dann unsererseits und senden Ihnen ein unterschriebenes Exemplar zurück.
    5. Auf Wunsch richten wir eine Internetseite zu Ihrem Localpool ein, um Ihnen das online-gestützte Werben neuer lokale Stromnehmer zu erleichtern.
    6. Ausgestattet mit dem Stromvertrag (bestehend aus Auftragsformular und Allgemeinen Geschäftsbedingungen, AGB) werben Sie Localpool Stromnehmer an und übermitteln uns binnen drei Monaten nach Abschluss von Abwicklungs- und Messvertrag die unterschriebenen Auftragsformulare Ihrer Localpool-Stromnehmer (sollten nicht genügend Localpool-Stromnehmer mitmachen, verfallen die bereits unterschriebenen Aufträge nach zwei Monaten automatisch und Sie teilen dies den Unterzeichnern mit. Sollten wir binnen der oben genannten Dreimonatsfrist keine Localpool Stromnehmeraufträge von Ihnen übermittelt bekommen haben, enden Abwicklungs- und Messvertrag automatisch ohne weiteren Aufwand oder Kosten für Sie).
    7. Wir starten die nötigen Wechselprozesse beim Netz- und Messstellenbetreiber.
    8. Sobald wir grünes Licht haben, übermitteln wir ein Begrüßungsschreiben an jeden Ihrer neuen Localpool Stromnehmer mit Kopie an Sie. In diesem Begrüßungsschreiben steht unter anderem das Datum, ab dem der jeweilige Localpool Stromnehmer durch Sie beliefert wird und wie hoch die erste Abschlagszahlung sein wird.
  • Beim Einsatz einer eigenen Stromerzeugungsanlage mit Eigennutzung ist Ihre „Kundenanlage“ in der Regel bereits über einen sog. Zweirichtungszähler (als Übergabezähler) vom öffentlichen Netz abgegrenzt.

    Je nach Localpool Konzept werden die Zähler anders verschaltet oder zusätzliche Zähler installiert. In der Regel lässt sich das mit wenigen Stunden Montageaufwand verwirklichen. Wir beraten Sie und Ihren Elektriker gerne.

  • Ganz grob gesagt reicht es, wenn zwei Drittel der Parteien im Objekt mitmachen, damit sich ein Localpool lohnt.

    Vor allem kommt es auf eine möglichst hohe Autarkie des Localpools an, d. h. den Grad der Deckung des Stromverbrauchs aus eigener Produktion.

    Aber auch der Nutzungsgrad der Stromerzeugungsanlage ist wichtig, d. h. das Verhältnis aus vor Ort verbrauchtem Eigenstrom zu insgesamt produziertem Eigenstrom.

  • In diesem Fall erlöschen die bereits erteilten Aufträge der interessierten Localpool Stromnehmer automatisch nach Ablauf einer Frist von zwei Monaten nach Zugang bei Ihnen. Die zwischen Ihnen und Localpool.de geschlossenen Verträge (Abwicklungs- und Messvertrag) enden dann ebenfalls automatisch, ohne dass irgendwelche Zahlungen von Ihnen an Localpool.de fällig werden. Sie können mit der Akquise für Ihren Localpool also ohne finanziellen Risiken starten.

  • Wenn eine einzelne Partei zu Beginn des Localpools nicht mitmachen will, dann startet der Localpool einfach ohne sie. Die Partei wird weiter von ihrem bisherigen Stromlieferanten und Messstellenbetreiber beliefert und abgerechnet. Vielleicht überlegt sie es sich später ja noch anders.

    Wenn später eine Partei den Localpool verlassen will, ist auch dies ohne weiteres möglich. In diesem Fall kündigt die Partei ihren Stromvertrag mit Ihnen als Localpool Stromgeber. Zum Stichtag wird dann der Zählerstand abgelesen, die Partei erhält eine Endabrechnung und wird wieder von einem externen Stromanbieter und Messstellenbetreiber beliefert und abgerechnet.

  • Ja, und das bringt gewisse Pflichten mit sich, z. B. das Abführen der EEG-Umlage für jede Kilowattstunde des im Localpool verbrauchten Eigenstroms. Aber keine Sorge: Localpool.de ist an Ihrer Seite und stellt sicher, dass Sie diese Pflichten pünktlich und zur Zufriedenheit der Energiebürokratie erfüllen können.

  • Vor allem durch den Sinn, den Ihr Localpool stiftet, also die ökologischen, ökonomischen und sozialen Vorteile (siehe auch oben).

  • Aus dem öffentlichen Stromnetz, mit dem der Localpool verbunden ist (siehe nächster Absatz).

  • Reststrom wird benötigt, wenn die Stromerzeugungsanlage(n) in Ihrem Localpool zu wenig Strom erzeugt/erzeugen.

    Der Reststrom kommt aus dem öffentlichen Netz. Hierzu schließen Sie einen Vertrag mit einem Lieferanten Ihrer Wahl für den gesamten Reststrom des Localpools ab.

    Wir empfehlen Reststrom von buzzn.net, unserem Mutterunternehmen. Das hat den Vorteil, dass Sie alles aus einer Hand bekommen und die Schnittstellen Ihres Localpools nach außen auf ein Minimum begrenzt sind, mit dem Team von Localpool.de als zentralem Ansprechpartner.

  • Überschussstrom entsteht, wenn die Stromerzeugungsanlage(n) in Ihrem Localpool mehr Strom erzeugt/erzeugen als vor Ort benötigt wird.

    Standardmäßig verkaufen Sie den Überschussstrom an den örtlichen Netzbetreiber, der ihn gemäß den gesetzlichen Bestimmungen abnehmen muss.

    Alternativ können Sie den Überschussstrom aber über buzzn.net, unser Mutterunternehmen, vermarkten. Dies hat den Vorteil, dass Sie alles aus einer Hand bekommen und die Schnittstellen Ihres Localpools nach außen auf ein Minimum begrenzt sind, mit dem Team von Localpool.de als zentralem Ansprechpartner.

  • Auf den im Localpool produzierten Eigenstrom ist keine Stromsteuer zu entrichten, da ein „räumlicher Zusammenhang“ im Sinne des Stromsteuergesetzes zwischen Produktion und Verbrauch der elektrischen Energie besteht. Trotzdem bedarf es gewisser Formalitäten, um den Anforderungen der Stromsteuerbürokratie zu genügen. Localpool.de unterstützt Sie als Localpool Stromgeber bei der Erledigung dieser Formalitäten.

    Der Reststrom, der aus dem öffentlichen Netz in den Localpool fließt, ist in der Regel bereits durch den Reststromlieferanten stromversteuert. Hier besteht kein Handlungsbedarf seitens des Localpool Stromgebers.

  • Localpool.de ist ein Service von buzzn – People Power.

    buzzn – People Power ist der Strom der Gemeinschaft, der nach dem Prinzip des Gebens und Nehmens von ökologisch, ökonomisch und sozial sinnvollem Strom funktioniert.

    Um dieses Prinzip auch für den Strom von Hausgemeinschaften zu realisieren, haben die buzzn Macher im Jahr 2013 das Portal Localpool.de ins Leben gerufen.

    Localpool.de und seine Kunden profitieren von der engen Verbindung zu buzzn.net, inkl. eines breiten Fachwissens und praktischer Umsetzungserfahrung in allen Bereichen der heutigen Energiewirtschaft: von den Wechselprozessen, über die Bilanzierung, das Messwesen hin zu IT, Rechtsfragen, Marketing und Kommunikation.

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