Wirtschaftlichkeit

Die Wirtschaftlichkeit eines Localpools beruht im Wesentlichen darauf, dass

  • jede Kilowattstunde (kWh) des im Haus verbrauchten Eigenstroms mit weniger Abgaben, Steuern und Umlagen belastet ist als Fremdstrom aus dem öffentlichen Netz,
  • die Stromzähler der Localpool-Stromnehmer beim Netzbetreiber abgemeldet werden, was zusätzlich Kosten spart.

Der daraus resultierende finanzielle Vorteil kann zwischen den Teilnehmern (lokale Stromgeber und Stromnehmer) aufgeteilt werden.

Localpool.de startet und betreut nur solche Localpools, deren finanzieller Vorteil für die Teilnehmer signifikant ist. Grundlage dafür ist eine Wirtschaftlichkeitsprognose, die Localpool.de für Sie als potentiellen Localpool-Stromgeber vor Vertragsabschluss unverbindlich und unentgeltlich erstellt. Diese Wirtschaftlichkeitsprognose vergleicht den Verkauf der lokal produzierten Strommenge mit und ohne Localpool.

Aus Sicht des Stromgebers

Als Betreiber einer Stromerzeugungsanlage in einem Mehrparteienhaus oder einem Nahstromnetz stehen Sie vor der Entscheidung, ob Sie den Eigenstrom voll ins Netz einspeisen (Volleinspeisung) oder direkt an Ihre Mieter, Nachbarn oder Kunden verkaufen (Direktvermarktung). Ein Localpool ermöglicht Ihnen letzteres. Über ihn verkaufen Sie möglichst viel Strom direkt vor Ort, und zwar zu einem besseren Preis als wenn Sie ihn ins öffentliche Netz einspeisen würden. Dieser Preisvorteil kann z. B. bei KWK-Anlagen mehr als 10 Ct/kWh (exkl. Umsatzsteuer) betragen.

Natürlich sind Stromerzeugung und -nachfrage im Localpool nie völlig synchron, weshalb nur in Ausnahmefällen der gesamte in der Stromerzeugungsanlage produzierte Strom direkt verkauft werden kann. Für eine signifikante Steigerung der Wirtschaftlichkeit gegenüber einer reinen Volleinspeisung reicht es meistens jedoch schon, wenn nur die Hälfte des selbst erzeugten Stroms intern verkauft wird.

Aus Sicht des Stromnehmers

Die Parteien in Ihrem Objekt werden bisher von konventionellen Fremdstromanbietern (z. B. E.ON, Yellostrom, Lichtblick) beliefert. Sie sind es gewohnt, einen marktüblichen Grundpreis (in €/Monat) sowie Bezugspreis (in Ct/kWh) zu bezahlen. Ein Localpool gibt Ihnen als Stromgeber den Spielraum, Ihren Stromnehmern sowohl beim Bezugspreis, vor allem aber beim Grundpreis entgegenzukommen. Gerade den Grundpreis können Sie deutlich günstiger als jeder Fremdstromlieferant anbieten, da die Stromzähler Ihrer Stromnehmer beim örtlichen Netzbetreiber abgemeldet und nur noch Localpool-intern betrieben werden, was deutlich Kosten spart. Diese Kostenersparnis können Sie ohne Risiko an Ihre Stromnehmer weitergeben. Diese freuen sich also nicht nur über ökologischen und sozialen Strom, sondern auch über eine Kostenersparnis von einigen Dutzend Euros pro Jahr.

 

Preise im Localpool

Die Aufteilung des finanziellen Vorteils des Localpools zwischen Ihnen als Stromgeber und Ihren Stromnehmern hängt natürlich wesentlich davon ab, auf welchem Niveau Sie Bezugspreis (in Ct/kWh) und Grundpreis (in €/Monat) im Localpool festlegen.

Ihre zukünftigen Localpool-Stromnehmer sind marktübliche Bezugs- und Grundpreise von ihren bisherigen Fremdstromlieferanten gewohnt. Das dient Ihnen zur Orientierung.

Im Localpool sollten Bezugs- und Grundpreis nun so bemessen sein, dass sie sowohl Ihnen als auch Ihren Stromnehmern zu Vorteil gereichen.

Wir beraten Sie umfassend bei der anfänglichen Preisfindung und bei späteren Preisänderungen.

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